Hafling

Die Gemeinde Hafling im Südtiroler Burggrafenamt ist nicht nur aufgrund der Haflinger-Pferde, sonder auch bei vielen Urlaubsgästen als Wander- und Skigebiet bekannt.

Hafling im Südtiroler Burggrafenamt

Wer „Hafling“ hört, denkt sicherlich in erster Linie an die bekannten Haflinger Pferde. Diese Pferde haben ihren Namen von der Gemeinde Hafling im Südtiroler Burggrafenamt erhalten.

Sicherlich ist die Gemeinde Hafling – auf Italienisch: Avalengo – aufgrund der Pferde ein Inbegriff vieler Pferdefreunde. Die Gemeinde Hafling ist jedoch auch ein bekannter Urlaubsort und ein beliebter Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen, welche hier gestartet werden können.

Allgemeines zur Gemeinde Hafling

Die Gemeinde Hafling mit den Fraktionen Hafling Dorf, Hafling Oberdorf, St. Kathrein und Falzeben/Meran 2000 zählt knapp 800 Einwohner und liegt geographisch nordwestlich des Tschögglbergs und südöstlich der Kurstadt Meran. Meran ist mit dem Auto in etwa einer halben Stunde von Hafling aus zu erreichen.

Die Siedlungsgeschichte von Hafling hat bereits vor vielen Jahrhunderten begonnen. Schon im Jahr 1170 wurde der Ort erstmals – damals noch als „Höfningen“ bzw. „Haeveningen“ – erwähnt. Ab dem Jahr 1931 gehörte Hafling als Fraktion der Gemeinde Meran an und wurde im Jahr 1957 wieder eine selbstständige Gemeinde.

Hafling liegt auf einer Höhe von 1.300 Metern über dem Meeresspiegel, wobei sich das gesamte Gemeindegebiet mit seinen mehr als 2.700 Hektar von 1.250 Meter bis auf eine Höhe von 2.350 Meter über dem Meeresspiegel erstreckt.

Hafling, Urlaubsort und Wandergebiet

Hafling ist ein Urlaubsort, welcher vor allem Wanderfreunde anlockt. Der Tschögglberg und Meran 2000 locken Gäste an, die in der alpinen Gegend sportlich aktiv sein möchten. Aber nicht nur als Wandergebiet, sondern auch im Winter bietet das Skigebiet mit etwa 40 Kilometern bestens präparierten Pisten hervorragende Bedingungen.

Eine Vielzahl an Hotels, Pensionen, Apartments bietet Urlaubsgäste das passende Urlaubsdomizil. Auch Urlaub auf dem Bauernhof – dieses Angebot bieten gleich 18 Bauernhof-Betriebe an – kann in Hafling in Anspruch genommen werden.

Wandervorschläge

Wanderung zur Kirche St. Kathrein in der Scharte

Eine gemütliche Wanderung kann von Hafling zur St. Kathrein-Kirche unternommen werden. Diese Kirche ist von Hafling Dorf aus in etwa einer Stunde Gehzeit zu erreichen. Nicht nur das historische Kirchengebäude sind sehenswert, auch der Ausblick von der Kirche – welche auf einer Anhöhe liegt – macht die Wanderung lohnenswert.

Um zur St. Kathrein-Kirche zu kommen, nimmt man zunächst vom Parkplatz in Hafling Dorf den Weg in Richtung Rathaus. Vom Rathaus geht es über den Bürgeleweg zum Informationsbüro bzw. Tourismusbüro. Vom Informationsbüro führt der Weg Nr. 14 – ein Waldweg – bis nach St. Kathrein.

Wanderung zum Knottenkino

Das Knottenkino ist ein Besuchermagnet im Südtiroler Burggrafenamt. Beim Knottenkino handelt es sich um ein Freiluftkino. Der Film ist in diesem Fall die Südtiroler Gegend, welche von hier aus bestens bestaunt werden kann.

Um von Hafling zum Knottenkino zu gelangen, nimmt man von Hafling Dorf den Weg Nr. 16 zur Leader Alm. Beim Weiher Bruggen nimmt man anschließend den Weg Nr. 11 in Richtung Weberhof, von dem dann der Weg Nr. 14 bis zum Knottenkino führt.

Von Hafling bis zum Knottenkino sollte man eine Wanderzeit von zwei Stunden (einfach) einplanen.

Wanderung zum Sulfner Weiher

Ein beliebtes Wanderziel von Hafling aus ist auch der Sulfner Weiher, welcher sich am Naturlehrpfad befindet. Vom Parkplatz Nusser geht es über den Weg Nr. 14 zum Restaurant Sonnenheim, anschließend zum Innergruberhof. Diesen passiert man und nimmt den Weg nach St. Katrein. Auf dem Weg dorthin liegt der Sulfner Weiher.

Meran 2000

Das Wandergebiet Meran 2000 ist von Falzeben, der Fraktion von Hafling, mit der Umlaufbahn Falzeben erschlossen. Mit dieser Umlaufbahn können Wanderfreunde bequem in das Wandergebiet kommen und dabei knapp 400 Höhenmeter überwinden.

Hafling und die Pferde

Dass der Ort Hafling mit den Haflinger Pferden eng verbunden ist, zeigt sich nicht nur am Wappen der Gemeinde, welches ein braunes Pferd mit der bekannten goldenen Mähne vor einer grünen Tanne zeigt.

Auch wenn viele Gäste der Meinung sind, dass der Haflinger in dem Ort Hafling gezüchtet wurde bzw. hier seinen Ursprung hat, kommt dieser nicht aus Hafling. Die Anfänge nahm der Haflinger in Schluderns, einer Gemeinde im Südtiroler Vinschgau. Die Pferderasse erhielt erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Namen von der Gemeinde Hafling.

Die braunen Pferde – vielmehr handelt es sich um eine Ponyrasse – mit ihrer blonden Mähnenpracht gelten als besonders robust, trittsicher, ausdauernd und sind auch äußerst genügsam. Daher werden die Haflinger schon seit Zeiten als Nutztiere eingesetzt, um den Menschen bei der Arbeit auf dem Feld, im Wald und am Hof zu unterstützen. Hier kommen die Haflinger als Zug- und Saumpferde zum Einsatz. Es ist jedoch anzumerken, dass durch die Mechanisierung der Haflinger als Arbeitstier nicht mehr die Bedeutung hat, wie in früheren Zeiten. Heute wird der Haflinger verstärkt für Freizeit- und Sporttätigkeiten eingesetzt.

Hafling und seine Kirchen

Pfarrkirche zum Heiligen Johann

In Hafling Dorf befindet sich auf einer Anhöhe die Pfarrkirche zum Heiligen Johann. Das Gotteshaus, welches bereits im Jahr 1291 erstmals urkundlich erwähnt wurde, wurde Johannes dem Täufer geweiht.

Im 15. Jahrhundert kam es zu einer Erweiterung der Kirche. In dieser Zeit wurde der Turm, wie er sich heute noch zeigt, gebaut und der gotische Chor wurde erreichtet. Damit kam es am 11.06.1469 zu einer erneuten Einweihung der Kirche.

Das Tonnengewölbe stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Kirche St. Kathrein

Ein weiteres Gotteshaus von Hafling ist die St. Kathrein-Kirche in der Scharte. Diese Kirche liegt auf einer Anhöhe in der Haflinger Fraktion St. Kathrein, stellt ein bekanntes Fotomotiv dar und ist zugleich das Wahrzeichen der Gemeinde Hafling. Aufgrund der Lage der Kirche auf einer Anhöhe ist diese bereits von weitem zu sehen.

Die St. Kathrein-Kirche wurde im 13. Jahrhundert auf einem Platz errichtet, welcher als prähistorische Kultstätte gilt. Die Kirche wurde der Heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Dieser Heiligen wurden übrigens mehrere Gotteshäuser in Südtirol geweiht, welche dann sogar zur Namensgebung des Ortes beitrugen. So wurde beispielsweise St. Kathrein, eine Fraktion der Gemeinde Völs am Schlern, nach der Heiligen Katharina genannt.

Hafling ist KlimaGemeinde

In der Gemeinde Hafling spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich daran, dass sich Hafling als „KlimaGemeinde light“ bezeichnen darf.

In den Bereichen Klima, Umwelt und Energie wird die Ist-Situation der öffentlichen Gebäude und Anlagen erhoben. Anschließend wird diese analysiert und daraus Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, welche dann auch umgesetzt werden sollen. Als Beispiel kann hier die öffentliche Beleuchtung der Gemeinde aufgezählt werden, im Rahmen dessen ein Lichtplan erstellt wurde. Als weitere Beispiel ist zu nennen, dass die E-Mobilität und Radmobilität ausgebaut werden soll.

Hafling nimmt am Projekt Klimaplan der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt teil, womit ein weiterer wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz erfüllt wird, indem die Vorgaben aus der KlimaLand-Strategie 2050 erfüllt werden.

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