St. Pankraz

Sankt Pankraz, Ultental, Burggrafenamt

Die Gemeinde Sankt Pankraz im Südtiroler Ultental gehört zur Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt und zählt etwa 1.600 Einwohner. St. Pankraz liegt auf einer Höhe von 735 Metern über dem Meeresspiegel und kann über die bekannte Gemeinde Lana mit dem Auto in etwa 20 Minuten erreicht werden.

Wer St. Pankraz besucht, wird sehr schnell feststellen, dass dieser Ort seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und mit seiner alpinen Höhenlage im hoch gelegenen Ultental beste Voraussetzungen für einen Urlaub in den Bergen bietet. Der nahe liegende Deutschnonsberg und die nahe gelegenen Ortler-Alpen sind Begriffe, welche jedes Herz eines Wanderfreundes höher schlagen lassen. Dass es in dieser Gegend „hoch hinauf“ geht, zeigt sich schon daran, dass sich das Gemeindegebiet von St. Pankraz bis auf eine Höhe von 2.608 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt.

Die Bewohner von St. Pankraz – auf Italienisch: San Pancrazio – haben meist Deutsch als Muttersprache. Fast 99 Prozent sprechen Deutsch, ein knappes Prozent der Bewohner Italienisch und nur 0,19 Prozent Ladinisch. Deutschsprechende Urlaubsgäste und Besucher müssen sich hier also keine Sorgen bezüglich Verständigungsschwierigkeiten machen.

Sehenswertes von St. Pankraz

St. Pankraz hat mit seinen uralten Lärchenbäumen und mit dem „Häusl am Stein“ zwei absolute Sehenswürdigkeiten zu bieten, welche in den meisten Fällen mit der Gemeinde in Verbindung gebracht werden, wenn es um den Ort im Südtiroler Ultental geht. Folgend sind die Sehenswürdigkeiten aufgeführt, welche bei einem Besuch von St. Pankraz auf jeden Fall besichtigt werden sollten.

Häusl am Stein

Beim „Häusl am Stein“ handelt es sich um eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Dies ist ein Haus, welches auf einem Steinblock errichtet wurde und mit seinem „Naturfundament“ ein besonderes Bild abgibt.

Als im Jahr 1882 in St. Pankraz das Hochwasser der Falschauer „wütete“, konnte das Haus mit seinem stabilen Fundament unbeschadet der Gefahr trotzen. Im Umfeld des Hauses wurden sämtliche Häuser durch das Hochwasser sprichwörtlich weggespült, das „Häusl am Stein“ hielt jedoch mit seinem riesigen Felsblock den Fluten stand.

Pfarrkirche Sankt Pankraz

Direkt im Zentrum von St. Pankraz befindet sich die Pfarrkirche der Gemeinde. Diese ist dem Heiligen Pankraz geweiht. Auffallend an der im neugotischen Stil errichteten Kirche ist der relativ hohe Kirchturm; dieser ragt stolze 56 Meter in die Höhe. Neben der stolzen Höhe des Kirchturmes ist auch die Kirchturmuhr zu erwähnen. Diese ist sehr schön bemalt und üppig verziert.

In der Pfarrkirche befinden sich drei Altäre. Alle drei Altäre sind vergoldet und geben dem Innenraum der Kirche das unverwechselbare Aussehen und Flair. Doch Hochaltar wurde dem Heiligen Pankraz, also dem Kirchenpatron, gewidmet.

Sankt Sebastianskapelle

In der unmittelbaren Peripherie der Pfarrkirche befindet sich der Friedhof der Gemeinde. Aber auch die Sankt Sebastianskapelle ist hier zu finden. Das zweigeschossige Gotteshaus wurde zum Gedenken an die Opfer der Pest errichtet. Im Innenraum der Kapelle ist vor allem der prunkvolle Barockaltar ein echter Blickfang.

Kapelle Sankt Helena

Mit der St. Helena-Kapelle hat die Gemeinde ein weiteres Gotteshaus zu bieten. Diese Kapelle befindet sich allerdings oberhalb von St. Pankraz auf einem Hügel. Wer zu der Kapelle gelangen möchte, muss den Weg auf eine Höhe von 1.550 Metern über dem Meeresspiegel, auf der die Kapelle liegt, nehmen.

Die Kapelle Sankt Helena wurde im Jahr 1338 erstmals erwähnt. Im Laufe ihres Daseins wurde das Gotteshaus mehrmals umgebaut. Wer sich die Kapelle ansieht, tut dies meist aufgrund der Maria-Skulptur, die sich hier befindet. Die Maria-Skulptur wurde um das Jahr 1700 geschaffen. Sehenswert sind auch die Barock-Statuen im Seitenaltar der Kapelle.

Zur Kapelle Sankt Helena kommt man über einen zirka zweistündigen Fußweg von St. Pankraz. Man kann aber auch mit dem Auto in Richtung St. Helena fahren, hier den Parkplatz nutzen und dann den deutlich kürzeren, etwa 40minütigen Fußweg bis zu Kapelle nehmen.

Geburtshaus Dr. Josef Egger

In St. Pankraz befindet sich das Geburtshaus von Dr. Josef Egger. Dies ist mit einer unauffälligen Gedenktafel an der Hausmauer ersichtlich. Dr. Josef Egger wurde am 16.08.1839 geboren und war ein österreichischer Geschichtsforscher. Seine drei Bände „Geschichte Tirols“ zählten damals zu seinen bedeutendsten Arbeiten, aus denen heute noch in relevanten Geschichtswerken zitiert wird.

Schloss Ulten, Ruine von Schloss Eschenlohe

Bereits zwei Kilometer vor dem Ortseingang von St. Pankraz ist das Schloss Ulten zu sehen. Das einstige Schloss ist zwar mittlerweile zur Ruine verfallen und kann daher auch nicht mehr besichtigt werden, dennoch ist das Schloss Ulten in dieser Gegend sehr bekannt und wird auch gerne fotografiert. Heute gilt das Schloss Ulten, von dem nunmehr Teile der Ringmauer, der mächtige Bergfried und die Ecken des Nebengebäudes vorhanden sind, als Wahrzeichen von Ulten.

Das alte Gemäuer ist deshalb als „Schloss Ulten“ bekannt, da dieses bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1164 so bezeichnet wurde. Später erhielt das Schloss dann allerdings den Namen der Familie der Eschenloher, welche über das Ultental lange Zeit geherrscht hat.

St. Pankraz gehört zur Ferienregion Meraner Land

St. Pankraz gehört zur Ferienregion Meraner Land. Viele Erholungssuchende wählen St. Pankraz für ihren alpinen Urlaub und genießen neben den o. g. Sehenswürdigkeiten unter anderem die uralten, mehr als 2.000 Jahre alten Urlärchen. Auch der Pankrazer See und die umliegende Berglandschaft mit einem weiten Wanderwegenetz lassen die Besucher immer wieder gerne nach St. Pankraz kommen.

Und wer bei einem Aufenthalt in dem Bergdorf einen Ausflug in das mediterrane Klima des nahegelegenen Meran und Lana machen möchte, der kann diese Orte mit einer kurzen Anfahrt erreichen.

Ansonsten bietet die traumhafte Umgebung, das ursprünglich gebliebene St. Pankraz mit seinen alten Bauernhöfen, grünen Wiesen und schönen Lärchenwälder beste Bedingungen um vom Alltag abzuschalten!

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